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Phillip Oebel

Philipp Oebel ist seit 2008 „hauptamtlicher Krätzchensänger“, wie er sagt. Man mag ergänzen: Er ist wohl einer der Allerbesten seines Fachs. Oebel pflegt die Tradition der kölschen Geschichten in Liedform, gute Krätzchen seien die „Kronjuwelen“ der Kölner Kultur. Es geht ihm aber nicht nur um die alten Schätzchen. Oebel entdeckt auch Neues, was an die große Tradition anknüpft. Für die erste Folge von „Kölsche Heimat“ interpretiert er den Hit des kongenialen Duos Gerhard Jussenhoven und Jupp Schlösser neu. Das bis heute unschlagbare „Sag ens Blotwoosch“ wird zur Swing-Nummer. Federleicht und tanzbar kommt der Kölschtest um die Ecke: „Wer nit richtig Blotwoosch sage kann, dat es ene Imi, ne imitierte Kölsche, janz jewiss.“ Oebel sagt: Das Lied verdeutliche für ihn auch, dass unsere Ahnen alle mal Imis in diesem rheinischen Schmelztiegel waren. Der Übergang vom immigrierten zum imitierten Kölschen ist bekanntermaßen fließend.

Beim dritten Teil von „Kölsche Heimat“ ist Oebel mit der wunderbaren Geschichte der Frau Schmitz dabei, die ihre Zähne lieber in der Hand hält als sie im Mund zu haben. Der Krätzjer-Spezialist vertont einen Text von Hanjo Schiefer.

Philipp Oebel - Sag ens Blotwoosch

Gerhard Jussenhoven und Jupp Schlösser waren über Jahrzehnte sichere Hitlieferanten. Philipp Oebel interpretiert das unschlagbare „Sag ens Blotwoosch“ von 1948 als Swing-Nummer.
Original: Gerhard Jussenhoven, Jupp Schlösser, 1948; Verlag: Edition Capella; aufgenommen und produziert im Pavement Sound Studio, Bergisch Gladbach, von Matthias Stingl und Hans Fücker; Gäste: Ebasa Pallada (Trompete), Hans Fücker (Posaune, Keyboard), Dirk Ferdinand (Schlagzeug), Alexander Börner (Bass), George Tjong-Ayong (Saxophon)

Philipp Oebel - Wer hätt die schönste Zängche?

Philipp Oebel vertont die Geschichte der ahl Frau Schmitz, die ihre Zähne lieber schont als sie zu benutzen: Wer hätt die schönste Zängche?
Text Hanjo Schiefer, Musik Philipp Oebel, Verlag: Manuskript, aufgenommen am 11. November 2016 im Senftöpfchen Theater von Artur Starosczyk, produziert von Philipp Oebel